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Judo Club mit Peter Joppich bei TV Mittelrhein 11.10.2009

Routine darf erst gar nicht aufkommen - Antoine Kurschilgen gibt der Sendung „Sport im Rheinland” ihr Gesicht

Kurz vor 19 Uhr an einem Sonntagabend. In dem Studio des TV Mittelrhein herrscht angespannte Ruhe. Noch zehn Sekunden ertönt es aus dem Regieraum – fünf, vier, drei zwei eins – Applaus aus dem Publikum.

Antoine Kurschilgen steht zwischen den  Tischreihen, die Kameras sind nur auf ihn gerichtet. „Ich begrüße Sie zu einer weiteren Sendung Sport im Rheinland. Diesmal mit folgenden Themen…”, sagt der Moderator. Dieser Einstieg in die Sendung ist mittlerweile Routine. Denn bereits seit einem Jahr wird „Sport im Rheinland” im Medienzentrum in Urbar produziert. Jede Woche sonntags, Sendetermin ist der darauf folgende Montag. Routine will Kurschilgen allerdings in seinem Job nicht aufkommen lassen. Noch eine Stunde vor Sendebeginn erstellt er seine Moderationskarten. Informationen zu den einzelnen Beiträgen, die ihm Redakteur Stefan Freisberg zusammengestellt hat, wollen bewertet und gebündelt werden. Hinweise zu den Zuschauern im Studio folgen noch kurz vor deren Eintreffen. Diesmal handelt es sich um junge Sportler des Judoclubs Maifeld. „Die kommen von ihren Wettkämpfen und haben es gerade noch zu uns geschafft”, sagt Freisberg zu Kurschilgen. Beide sind bereits im Studio. Während Freisberg die Gäste einweist und ihnen die obligatorische Klatschprobe abverlangt, hat Kurschilgen das Studio wieder verlassen. Vor der Tür steht Peter Joppich. Das Fechtass aus Koblenz hat die Woche zuvor für Schlagzeilen gesorgt. „Florettfechter verlieren das WM-Finale - Joppich rettet dem deutschen Team Silber” Genügend Gesprächsstoff, um eine ganze Sendung zu füllen. Die Frage werden kurz abgesprochen, bliebe zuletzt noch zu klären: „Duzen wir uns in der Sendung? Wenn ich Dich duze, musst Du mich allerdings auch duzen”, sagt Kurschilgen. „Kein Problem wir duzen uns”, sagt Joppich. Man merkt, die Chemie zwischen den beiden stimmt. „Und übrigens, vielleicht frage ich dich noch, wie gut wärst Du, wenn Du mit einem Säbel fechten müsstest? Aber nur wenn die Zeit dazu noch reicht”, sagt der Moderator.
Kein Zweifel: Kurschilgen kennt sich in der Welt des Sports aus. Sieben Jahre Ballettausbildung in seiner Kind- und Jugendzeit, im Badminton wurde der heute 30-Jährige Deutscher Meister 2001 im Junioren-Doppel. Im Sport interessiert ihn querbeet alles, was eine Geschichte wert ist. Auf der Suche nach seiner eigenen Geschichte im Beruf steckt Kurschilgen noch in den Anfängen. Nach dem Französisch-, Jura- und Politikstudium in Bonn trieb es ihn zum Fernsehen, Derzeit absolviert er ein Volontariat bei TV Mittelrhein mit dem Schwerpunkt Sport. Sein großes Vorbild kommt auch aus der Sportberichterstattung, hat allerdings das Metier gewechselt - Harald Schmidt. „An ihm schätze ich seinen intellektuellen Humor. Harald Schmidt hat verbale Narrenfreiheit, freier kann ein Moderator nicht sein, als er es ist.”, sagt der Kollege.
Wolfgang Höfer

© Artikel und Fotos: Wolfgang Höfer, Sportbund Rheinland 2009